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Heutige Veranstaltungen 08.02.2018

08.02.2018 (Donnerstag)

Hafen der Stadt

13.01.2018 - 23.02.2018

Willkommen im Hafen der Stadt!

Die Eisenbahnstraße ist von vielfältigen Zuschreibungen geprägt. Die vermeintlich 'schlimmste Straße Deutschlands' ist verrufen als Drogenumschlagplatz und kleinkriminelles Milieu, als Ort wüster Schlägereien und regelmäßiger Razzien. Zugleich ist das Viertel jedoch auch Ankunftsort für Menschen unterschiedlichster Herkunft: für Zuwanderer aus fernen Ländern, Studierende aus dem Umland und Kreative aus der ganzen Republik. Das Viertel ist für sie eine Ankunftsstadt, ein Ort, um etwas neues aufzubauen, um zu bleiben oder irgendwann wieder aufzubrechen.
Dieser vielfältige Charakter zwischen Verheißung und Verruf macht die Eisenbahnstraße zu einem besonderen Ort, einem sinnbildlichen Hafen der Stadt. Woher kommt das besondere Image des Quartiers? Mit welchen Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen kommen seine Menschen hier an? Und wie wird der Wandel des Viertels erlebt? Wir wollen gängige Klischees hinterfragen und genauer auf die Geschichte und die Gegenwart dieses Quartiers schauen.


Ausstellung: Der Leipziger Osten zwischen Verheißung und Verruf

Ankunft und Flucht, Kriminalität und Vergnügen, Armut und Milieu, Freiraum und Brache – der Ruf 'der Eisenbahnstraße' verfolgt das Quartier seit seinen Anfängen. Historische Umbrüche und öffentliche Skandalisierung, persönliche Ankunftsgeschichten und Szenen eines Viertels im Wandel. Eine Bestandsaufnahme auf 100 Quadrametern.

Vernissage: 18. Januar 2018, 19 Uhr

Finissage: 23. Februar 2018, 19 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung:
 
Donnerstag - Freitag: 17 – 20 Uhr*
Samstag: 14-18 Uhr*
Sonntag: 11-17 Uhr

*außer 26.1., 27.1.

Hafen der Stadt: Bernhard Wutka - Filmische Dokumentationen des Leipziger Ostens

13.01.2018 - 23.02.2018

Ankunft – Aneignung - Veränderung

Filmische Perspektiven auf das Ankunftsviertel Eisenbahnstraße im Rahmen der Ausstellung 'Der Leipziger Osten zwischen Verheißung und Verruf'

 

Mit 'Die Liebe zum Schrott und andere Leidenschaften' hat der Filmemacher Bernhard Wutka im Jahr 2002 eine mittlerweile legendäre Dokumentation über den Leipziger Osten vorgelegt. Mit einem Abstand von 15 Jahren war er wieder im Viertel unterwegs, traf alte und neue Bekannte, dokumentierte Geschichten des Ankommens und besuchte Orte der Aneignung. Entstanden ist eine Sammlung von vielfältigen Bildern, Eindrücken und Lebensgeschichten eines Viertels im Umbruch.

 

Hafen der Stadt: Kotti&Co. - Gemeinsam gegen Verdrängung

16:00

Die Mietergemeinschaft Kotti & Co kämpft in Berlin um das Recht auf Stadt vor dem Hintergrund der Geschichte der Migration. Die Initiative ist 2011 in einer heterogenen Nachbarschaft in Berlin Kreuzberg entstanden und kämpft gegen hohe Mieten (u.a. im Sozialen Wohnungsbau) und Rassismus. Aufmerksamkeit erregte die Inititative u.a. mit einem selbstgebauten Holzhaus (Gecekondu), mit dem der Platz am Kottbusser Tor (Kotti) besetzt wurde. Ein Erfahrungsaustausch mit Sandy Kaltenborn (Kotti&Co.)

Hafen der Stadt: Miete essen Seele auf

18:00

Dokumentation (2016) über die Mietergemeinschaft Kotti&Co.

Hafen der Stadt: Der Freiraum als Verdrängungszone? Gentrifizierung in Leipziger Osten

20:00

In den vergangenen Jahren ist der Leipziger Osten zunehmend Anziehungspunkt für Studierende, Künstler und Kreative geworden. Diese Entwicklung trifft mit einer zunehmenden Aufwertung des Viertels auf dem Immobilienmarkt zusammen. Die soziale Zusammensetzung des Viertels ist damit gefährdet. Wie können Freiräume erhalten und wie Verdrängung in der wachsenden Stadt vermieden werden?

Podiumsdiskussion (Fishbowl) mit

  • Prof. Dr. Dieter Rink, Stadtforscher UfZ Leipzig
  • Petra Hochtritt, (Amt für Stadtentwicklung und Wohnungsbauförderung der Stadt Leipzig)
  • Sandy Kaltenborn, Kotti&Co. Berlin
  • Noriko Minkus, Japanisches Haus

Moderation: Dr. Tobias Peter (Pöge-Haus)